Hochheimer Weinmajestäten
Botschafterinnen der Hochheimer Weinkultur für 2026/27
Prosten Euch drei junge Frauen mit einem Glas Sekt oder Wein aufmunternd zu, kann es sich nur um die Hochheimer Weinmajestäten handeln! Eine Königin und zwei Prinzessinnen werden auf dem Weinfest im Sommer für jeweils ein Jahr gekürt. Voraussetzung sind Fachwissen, Schlagfertigkeit und eine natürliche Ausstrahlung. Die Gekrönten selbst nennen sich der Einfachheit halber kurz Queenies. Der Krönungsfeier am Hochheimer Weinfestfreitag auf dem Kälberplatz beizuwohnen, ist ein prunkvoll-royales Ereignis. Drei Krönchen wechseln hier nach alter Tradition die Trägerinnen.
Die Hochheimer Weinmajestäten 2026/27: Maylea Schülein (rechts), Emma Luisa Walther (Mitte) und Alma Schriewer (links). © Katrin Weiser-Walther
Emma I.
Hochheimer Weinkönigin 2026/27
Emma Luisa Walther vertritt ihre Heimatstadt als Hochheimer Weinkönigin 2026 / 2027. © Katrin Weiser-Walther
Emma I.
Wer Emma Luisa Walther begegnet, spürt schnell ihre enge Verbundenheit zu Hochheim. Hier ist sie aufgewachsen, hier hat sie Fußball und Tennis gespielt, hier liegen viele ihrer schönsten Erinnerungen. Die Weinkultur der Stadt begleitet sie schon seit ihrer Kindheit. Als ihre Mutter ehemalige Weinmajestäten fotografierte, stand Emma oft am Rand und stellte sich vor, eines Tages selbst die Krone zu tragen. Aus diesem Wunsch wurde Wirklichkeit.
Bereits seit 2024 gehört sie zu den Hochheimer Weinmajestäten. Nach zwei Jahren als Weinprinzessin repräsentiert sie nun als Weinkönigin ihre Heimatstadt. Besonders wichtig ist ihr dabei, die Menschen hinter dem Wein sichtbar zu machen. Denn für Emma stehen nicht allein die Weine im Mittelpunkt, sondern auch die Traditionen, das Vereinsleben und die Gemeinschaft, die Hochheim prägen.
Auch beruflich dreht sich vieles um Kommunikation und Geschichten. Die Studentin der Publizistik und Filmwissenschaften arbeitet als Werkstudentin beim ZDF und war bereits bei Produktionen des Deutschen Skiverbands im Einsatz. Ihre Begeisterung für Medien bringt sie auch in das Amt ein. Mit kreativen Beiträgen auf Social Media möchte sie Einblicke in die Hochheimer Weinkultur geben und besonders junge Menschen für die Region begeistern.
Eine besondere Rolle spielt für sie das Weingut Dienst. Mit der Familie verbindet sie eine langjährige Freundschaft, die bis in ihre Kindheit zurückreicht. Viele Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse und Begegnungen sind mit diesem Ort verknüpft. Umso mehr freut sie sich, dass ihr Krönungswein – eine Cuvée Blanc aus Riesling und Müller-Thurgau – ausgerechnet aus diesem Weingut stammt. Für Emma schließt sich damit ein Kreis zwischen Kindheitserinnerungen, gelebter Freundschaft und ihrem Amtsjahr als Hochheimer Weinkönigin.
Alma Schriewer - Hochheimer Weinprinzessin 2026 / 2027 ©Katrin Weiser-Walther
Hochheimer Weinprinzessinnen
Bereits im zweiten Jahr vertritt Alma Schriewer Hochheim als Weinprinzessin. Die 20-Jährige studiert International Wine Business in Geisenheim und verbindet ihre Begeisterung für Wein mit fundiertem Fachwissen. Durch Studium und Amt ist Wein längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden.
Als Hochheimer Weinprinzessin möchte Alma Menschen für die Weinkultur der Stadt begeistern und zeigen, was Hochheim ausmacht: hervorragende Weine, eine charmante Altstadt und besondere Orte zum Genießen. Zu ihren Favoriten zählt der Sauvignon Blanc vom Weingut Schreiber. Daneben schätzt sie internationale Rebsorten wie Chardonnay und Spätburgunder, die von den Hochheimer Winzerinnen und Winzern auf ihre eigene Weise interpretiert werden. In ihrer Freizeit findet man sie häufig auf dem Fußball- oder Tennisplatz.
Hochheimer Weinprinzessin Maylea Schülein 2026/2027 © Katrin Weiser-Walther
Maylea Schülein ist in Hochheim zuhause und fühlt sich der Weinkultur ihrer Heimatstadt eng verbunden. Die 18-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zur staatlich geprüften Kosmetikerin in Wiesbaden und freut sich darauf, Hochheim als Weinprinzessin zu vertreten.
Besonders wichtig ist ihr, die Menschen hinter dem Wein sichtbar zu machen und die Begeisterung für die Hochheimer Weinkultur weiterzugeben. Zu ihren Favoriten zählen der Blanc Noir sowie der Riesling. In ihrer Freizeit spielt sie Tennis, reist leidenschaftlich, verbringt gerne Zeit mit Familie und Freunden und entdeckt beim Backen immer wieder neue kreative Ideen.
Patenweingut
Das Patenweingut der neuen Hochheimer Weinkönigin ist das Weingut Dienst.
Der Familienbetrieb zählt zu den ältesten weinbaubetreibenden Höfen im Rheingau – bereits seit 1648 steht der Name Dienst für Qualität, Innovation und tief verwurzelte Weintradition. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 12 Hektar, darunter Spitzenlagen der Region, und verbindet naturnahe Bewirtschaftung mit moderner Kellertechnik.
Durch den bewussten Verzicht auf Kunstdünger und Glyphosat, Begrünung mit Wicken und Roggen sowie sorgfältige Handarbeit im Weinberg entstehen charaktervolle, fruchtig-mineralische Weine mit unverwechselbarem Profil.
Der mediterran gestaltete Gutsausschank und die Vinothek im Innenhof laden das ganze Jahr über zum Verkosten und Verweilen ein. Veranstaltungen wie das Hoffest, die Sunsetparty oder das Comedy Festival machen das Weingut zudem zu einem lebendigen Ort der Begegnung.
Eine besondere Verbindung zur Hochheimer Weinkultur besteht seit 1950: In diesem Jahr stellte das Weingut Dienst mit Renate Dienst die allererste Hochheimer Weinkönigin.
Die Hochheimer Weinmajestäten 2025/2026, von links nach rechts: Alma Schriewer, Emma Walthe und Maylea Schülein. © Katrin Weiser-Walther
Hochheim am Main
- eine Weinmonarchie
Historie der Hochheimer Weinkönigin und ihrer Prinzessinnen
Historie und Wandel
Die Weinkönigin und ihre Weinprinzessinnen repräsentieren sowohl den traditionellen Weinbau als auch die moderne Weinkultur und verkörpern das Motto "Lebensfreude genießen!" von Hochheim. Sie vertreten nicht nur regional, sondern auch bundesweit und in europäischen Partnerstädten. Ihr Engagement wird von einem Hochheimer Patenweingut unterstützt.
Die Wahl der ersten Hochheimer Weinkönigin fand 1950 beim ersten Hochheimer Weinfest nach Kriegsende statt. Die Bewerberinnen mussten vor einer Jury ein Gedicht vortragen, tanzen und elegant "zutrinken". Heutzutage werden von den Bewerberinnen fundierte Kenntnisse zu Weinthemen erwartet, sie halten Eröffnungsreden und Ansprachen, die sie selbst verfassen. Die zukünftigen Weinmajestäten werden heute bereits vor dem Weinfest ausgewählt.
Weinköniginnengalerie
Seit April 2018 zeigt das Hochheimer Weinbaumuseum eine Fotogalerie aller bisherigen Hochheimer Weinköniginnen von 1950 bis heute. Die Porträts spiegeln die lebendige Tradition und kulturellen Trends wider, angeordnet rund um die dritte Krone der Hochheimer Weinkönigin von 1971.
Weinköniginnenkrone
Beim Krönungsritual und während ihrer Amtszeit ist die Ausstattung der Weinkönigin von großer Bedeutung. Die Krone ist das wichtigste Symbol der Weinkönigin. Im Laufe der Jahrzehnte trugen die Hochheimer Weinköniginnen fünf offizielle Kronen, wobei sich der Stil von einem schweren Weinblattkranz zu einem leichten Aufsteckdiadem gewandelt hat.
Weinglas & Krönungswein
Zur Inthronisierung erhält die Weinkönigin neben der Krone ein graviertes Weinglas, das ein fester Bestandteil ihrer Ausstattung ist und oft auf offiziellen Fotografien zu sehen ist.
Der Krönungswein ist ebenfalls eine unverzichtbare Insignie jeder Weinkönigin. In Zusammenarbeit mit ihrem Patenweingut wählt sie diesen persönlich aus. Der Krönungswein wird gerne durch die Stadt verschenkt und bei offiziellen Anlässen serviert.
Zeit nach der Krone
Die Weinköniginnen nutzen ihr Amt als Chance für ihre persönliche Karriere und genießen die Auftritte vor unterschiedlichem Publikum. Sie verfolgen Studien im Weinbereich und übernehmen häufig die Betriebe ihrer Eltern. Einige gehen jedoch auch völlig neue Wege, nutzen jedoch die gesammelten Erfahrungen als Weinkönigin für ihre neuen beruflichen Herausforderungen. Unter den ehemaligen Hochheimer Weinköniginnen finden sich Absolventinnen der Internationalen Weinwirtschaft, Weinbaulehrlinge, Verantwortliche für das Hochheimer Stadtmarketing, Stadtverordnete, Magistratsmitglieder und Winzerinnen in ihren eigenen Weingütern.