40 Jahre Weinbergsfunde

20.08.2017 bis 14.01.2018

Die Hochheimer Weinberge prägen nicht nur das Bild der Stadt, sondern sind auch spannende Fundorte. Vom Knochenfragment bis zur Kanonenkugel spiegelt der Boden die Geschichte der Stadt wider. Winzermeister Klaus Schmikl sammelte 40 Jahre diese Schätze aus der Erde: Puppenteile aus Porzellan, Münzen verschiedenster Zeiten, Stücke aus keltischen und römischen Gräbern. Die Sonderausstellung zeigte verschiedenste Fundstücke aus der Hochheimer Geschichte und ergänzt damit vom 20.8.2017 bis zum 14.1.2018 die dauerhafte Präsentation des Otto-Schwabe-Heimatmuseums.

Schnappverschlüsse aus Porzellan aus verschiedenen Gegenden verwiesen dabei beispielsweise auf die Methode Glasflaschen mit Wasser an der Kleidung oder an Taschen außen zu befestigen. Das Glas zersprang schnell, aber die Deckel erhielten sich. Vermutlich wurden die Deckel nicht vor Ort in den Weinbergen verloren oder weggeschmissen, sondern fanden über Bioabfälle aus der Region nach Hochheim. Die Winzer ließen sich diese als Dünger liefern und so fand so einiger falsch einsortierter Müll auch seinen Weg aufs Feld. Vermutlich sind so auch einige andere Stücke hierhergekommen. Nicht alle der gefundenen Spielzeuge wurden nach dem Spielen dort hinterlassen, sondern viele werden bereits vorher kaputt gegangen sein und über die Entsorgung nach Hochheim gekommen sein.

Darüber hinaus spiegeln noch ältere Funde die verschiedenen Besiedlungen der Gegend von Hochheim wider. Keltische und römische Werkzeuge aus Stein belegen erneut die umfassende Besiedlung und ergänzten damit auch die Dauerausstellung. Die Ausstellung zeigte wie viel Geschichte im Boden steckt und öffnete manchem Spaziergänger die Augen für manches zunächst belanglos erscheinende Objekt.